Stammtisch Dezember 2018: Bring deine Bastelidee mit!

Am Donnerstag, den 13.12.2018, treffen wir uns wieder zum Stammtisch, ab 19h im Amerlinghaus (Achtung: Christkindlmarkt-Wahnsinn rund um das Amerlinghaus!!).

Weil wir auch gerne etwas Kreatives machen: „Bring eine Bastelidee mit und stell sie den anderen vor!“. Es muss nichts Weihnachtliches sein, denn die Kinder der Freinetklasse basteln gerne das ganz Jahr! Wir bringen Scheren, Uhu, Filzstifte; wenn du noch etwas anderes brauchst, nimm es bitte mit!

Wir freuen uns auf einen lustigen Abend!

eva

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Seminare zur Freinetpädagogik – jetzt inskribieren!

Wir bieten im Sommersemester folgende Seminare an der PH Wien an:

26.3.2019: Begabungsförderung durch Individualisierung leicht gemacht – organisatorische Rahmenbedingungen schaffen; Volksschule Karl Löwegasse 20, 1120; 14.00 – 16.35

16.5.2019: Freinetpädagogik – Demokratie und Klassenrat; Volksschule Zennerstraße 1, 1140, 14.30 – 16.00

23.5.2019: Freinetpädagogik – die „natürliche Methode“ (von den Fragen und Interessen der Kinder ausgehen; Volksschule Zennerstraße 1, 1140; 14.30 – 16.00

Wir freuen uns über viele TeilnehmerInnen! Bitte weitersagen!

Stellungnahme zum Pädagogik Paket 2019

An das

Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann

Minoritenplatz 5, A-1010 Wien

per Mail an: begutachtung@parlament.gv.at

Stellungnahme zum Pädagogik Paket 2019

Als Freinetpädagog*innen in Österreich beschäftigen wir uns seit über 30 Jahren mit dem Lernen von Schülerinnen und Schülern aller Schultypen nach den Ideen von Celestin und Elise Freinet und anderen reformpädagogischen Richtungen. Wir arbeiten und diskutieren mehrmals jährlich auf Tagungen und Seminaren österreichweit, in Wien tauschen wir monatlich unsere pädagogischen Überlegungen aus (https://freinetgruppewien.wordpress.com/ ; https://www.kooperative-freinet.at/ ).

Zum vorliegenden Gesetzesentwurf möchten wir Folgendes anmerken:

Die ausschließlich alternative Leistungsbeurteilung unserer Schüler*innen ist uns als Freinetpädagog*innen essentiell wichtig. Seit vielen Jahren bemühen sich engagierte, innovative Pädagog*innen das nichts aussagende, starre Notensystem, durch alternative Beurteilungen zu verbessern. Wir kennen keine Studie, die belegt, dass sich diese Schulversuche nicht bewährt haben.

Wir wollen darauf hinweisen, dass Noten

  • keine Aussage über den tatsächlichen Lernstand geben.

  • österreichweit nicht vergleichbar sind, da sie individuelle Interpretationen der Schulleistungen der Kinder sind.

  • Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern, die beim Schulstart benachteiligt sind, zu früh „kategorisieren“, „bewerten“ und „einstufen“. Die im Pädagogik Paket 2018 beschriebenen „Neuerungen“ der Notengebung ab Ende der 2. VS-Klasse sind nicht zeitgemäß und werden die Kluft zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien noch mehr erweitern.

  • familiären Stress, Frustration und Druck für die Kinder auslösen („schlechte Noten“ in der Volksschule beginnen im Empfinden der Eltern ab einem „Gut“).

Es gibt keine Notenwahrheit! Leistung und Lernen sind multidimensional und mit Noten nicht erfassbar!

Alternative Leistungsbeurteilungen (KDL, LFD, KEL-Gespräche,…)

  • lassen eine Dokumentation der Entwicklung der Kinder zu.

  • ermöglichen Eltern individuell für ihr Kind Rückmeldung zum Leistungsstand zu erhalten.

  • ermöglichen Fördermaßnahmen bezüglich des individuellen Leistungsstands mit den Eltern ohne „Notenstress“ oder „Notendruck“ zu besprechen.
  • ersparen den Kindern Stress, Überforderung und Frustration, somit bleiben die Kanäle für das Lernen offen.
  • müssen die Entwicklung der Schüler*innen dokumentieren und Fortschritte abbilden. Sie können nie eine „Ergänzung“ zu einem Notenzeugnis sein. Das individuelle Recht eines jeden Elternteils Ziffernnoten einzufordern führt alternative Beurteilungssysteme ad absurdum. Kategorisierungen wie „selbstständig“, „eigenständig“, „erreicht“ oder „nicht erreicht“ sind kontraproduktiv und unnötig.

Wir sprechen uns dafür aus, die Entscheidung über die Form der Beurteilung bis Ende der 3. Schulstufe in der Autonomie der Schulen zu belassen. Die Mitglieder der Schul- bzw. Klassenforen kennen die Besonderheiten des jeweiligen Standortes und die Bedürfnisse der Schüler*innen am besten, deshalb sollte die Entscheidung über die Beurteilungsform in diesen Gremien getroffen werden und nicht bundesweit verordnet werden.

Unser Ziel einer Bildungsreform bleibt die gemeinsame Schule der 10-14Jährigen. Die geplante Gesetzesänderung für die künftige Mittelschule (derzeit NMS) der zwei Leistungsniveaus soll vor der Erstellung der dann gültigen Lehrpläne erfolgen. Viele Details sind noch nicht geklärt (das Beurteilungsraster, die schriftlichen Erläuterungen). Wir halten es nicht für sinnvoll ein Gesetz zu beschließen, dem die Ausführungen für die Praxis fehlen. Eine Wiedereinführung der Leitungsgruppen begrüßen wir aus pädagogischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht.

Wir Freinetpädagog*innen lehnen weitere verpflichtende Testungen (IKPM: Individuelle Kompetenz- und Potentialmessung) in der 3., 4., 7. und 8. Schulstufe ab. Die Sinnhaftigkeit der bisherigen Testungen erschließt sich uns nicht (BU8-Test, Salzburger Lesescreening, BIST-Testungen auf der 4. und 8. Schulstufe, etc.).

Die im Pädagogik Paket 2019 beschriebenen Standortgespräche auf der 4., 7. und 8. Schulstufe sind grundsätzlich zu begrüßen. Verpflichtende Gespräche von 50 Minuten pro Kind scheinen organisatorisch vor allem an ganztägig geführten Schulen undurchführbar, da die KEL-Gespräche erhalten bleiben sowie weitere Elterngespräche in der 3., 4., 7. und 8. Schulstufe über die IKPM im Gesetzesentwurf stehen (> 2 Stunden Elterngespräche/ Kind/ Semester).

Wir Pädagog*innen brauchen von unseren Arbeitgebern, den Bildungsdirektionen und dem Bildungsministerium, das Vertrauen in unsere Kompetenzen. Wir wollen nicht durch weitere administrative Auflagen (verpflichtende Lernzielkataloge, IKPM- und Standort- Elterngespräche, mehrfache Benotung) in unserer didaktisch-methodischen Freiheit beschnitten und zusätzlich belastet werden. Wir wollen in unserer Arbeitszeit in höchstem Maß aktiv mit den Kindern an ihren Lernprozessen arbeiten.

Jahrelange Schulentwicklungsarbeit von LehrerInnenteams wird mit diesem Pädagogik Paket 2019 aus politischer Ideologie abgewertet und abgeschafft.

Deshalb fordern wir:

  • Erhalt der Schulautonomie der Schulstandorte, z.B.: Entscheidungen über die Leistungsbeurteilung und über heterogenen oder homogenen Unterricht in der Sekundarstufe 1
  • keine verpflichtenden Testungen
  • die wissenschaftliche Evaluation der Reform

  • Einbeziehung von Expertinnen, die den derzeitigen Schulalltag kennen in die Vorgaben zur praktischen Umsetzung (z.B. Erstellung von Beurteilungsrastern)

Mit freundlichen Grüßen

Wanda Grünwald, Eva Neureiter, Susanne Obernberger, Dagmar Schöberl, Gabriele Starkl

für die Kooperative Freinet Österreich und die Freinet Gruppe Wien

#Gemma BILDUNGSPROTEST/ DonnerstagsDEMO

Liebe Alle!

Die ‚IG DaZ/DaF/Basisbildung‘ und das Projekt ‚Offene Deutschkurse‘ laden alle im Bildungsbereich – Tätigen ein mit uns gemeinsam eine der

DONNERSTAGSDEMOS für November zu bespielen.

Wir laden alle Kolleg_innen im Bereich der Erwachsenenbildung (v.a.: DaZ/DaF/Basisbildung), sowie kritische Schüler_inneninitiativen und Kolleg_innen aus den öffentlichen Schulen zu einem gemeinsamen Vernetzungstreffen ein. Solidarische Betriebsrät_innen willkommen!

Eine gemeinsame Kooperation mit den Direktor_innen, die sich gegen die Deutschförderklassen widersetzen, finden wir wichtig. Zeigen wir gemeinsam Präsenz und organisieren wir uns gegen die neuen gesetzlichen Regelungen (zB.: Integrationsgesetz), die u.a. eine sogenannten Wertevermittlung vorschreiben und somit u.a. über die Monopolstellung des ÖIF den Autonomiebereich der Erwachsenenbildung massiv einschränken. Sowohl massive Kürzungen als auch inhaltliche Einflussnahme betreffen nicht nur den Erwachsenenbildungsbereich, sondern den gesamten Bildungsbereich, sowie im Schulbereich die vorgesehenen Deutsch“förder“klassen.

Für den „Donnerstagswiderstand“ hat die IG DaZ/DaF/Basisbildung einen Donnerstag im November übernommen. Angedacht ist eine Demo, die beim ÖIF (Österreichischen Integrationsfonds) und beim Bildungsministerium vorbeiführt.

Weitere Ideen können wir beim Treffen GEMEINSAM überlegen. SOLIDARITÄT statt Deutsch-, Werte- und Integrationszwang NEIN zu Deutsch“förder“klassen und Seperation

 

Einladung zum Vorbereitungstreffen:

Mi., 24.10/ 18.30/ im C.I. (Club International)/ 1160, Payergasse 14 im Hinteren Raum (Nichtraucherbereich)

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Wir (freinetgruppe wien) werden den Termin zur Demo hier veröffentlichen und vermutlich gemeinsam auf diese Donnerstagsdemo gehen.

Manifest der 350 LehrerInnen aus 27 Ländern, die in Ljungskile / Schweden zum 32. Internationalen Freinet- Treffen versammelt waren

Wien, am 17.10.2018

Sehr geehrte Damen und Herren!
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Als Teilnehmerin am 32. Internationalen Freinet-PädagogInnen-Treffen in Ljungskile/Schweden 2018 und als Obfrau des Vereins Kooperative Freinet Österreich übermittle ich Ihnen, Herr Bundeskanzler, und der österreichischen Bundesregierung als Verantwortungsträger das auf diesem internationalen Treffen verabschiedete Manifest bezüglich der Migrationspolitik vieler europäischer Staaten.
Die TeilnehmerInnen bringen mit diesem Manifest ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass Menschlichkeit und internationale Gesetzgebung politischen Erwägungen nachgereiht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Ingrid Schierer
Obfrau des Vereins FreinÖ

Manifest der 350 LehrerInnen aus 27 Ländern, die in Ljungskile / Schweden zum 32. Internationalen Freinet- Treffen versammelt waren:

Im Lauf der letzten 15 Jahre ist eine „Atombombe“ im Mittelmeer explodiert:

34 361 Opfer bis zum heutigen Tag (Juli 2018), davon viele Kinder

Niemand verlaesst seine Heimat aus freiem Willen. Historische, oekonomische und politische Gruende (Kolonialismus, Neokolonialismus, Globalisierung) verursachen die Verelendung in Afrika und im Mittleren Osten. Wir sind zur Zeit Zeugen der Ausbreitung eines Gefuehls der Unsicherheit und Angst, was zu einer Schliessung der Grenzen fuehrt und kollektive, solidarische Loesungen verhindert.

Es ist von groesster Wichtigkeit, diesen Prozess umzukehren und eine nachhaltige Entwicklung in den Ursprungslaendern in Gang zu setzen. Die Medien muessen verantwortlich mit der Fluechtlingsfrage umgehen, die Staaten und die grossen Unternehmen muessen Verantwortung uebernehmen und die solidarischen Bewegungen und Organisationen in ihrer Arbeit unterstuetzen.

Wir, die in Ljungskile in Schweden zum 32. Internationalen Freinet-Treffen versammelt sind(1), fordern eine andere Politik, um Armut und Ausgrenzung zu bekaempfen, und wir leisten Widerstand gegen jede Form der Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.

Ein bedeutender Teil der Oeffentlichkeit engagiert sich schon fuer die Migrantinnen und Migranten, und es gibt zahlreiche soziale Organisationen und Vereinigungen, die solidarische Arbeit auf diesem Gebiet leisten.

Freinet-LehrerInnen sind an der Seite der Unterdrueckten, sie engagieren sich im Bereich der Schule und in der Gesellschaft. Sie erklaeren sich einverstanden mit dem zivilen Ungehorsam gegen unterdrueckerische und diskriminierende Vorgehensweisen.

Die Generalversammlung der Vereinigung der Internationalen Freinet-Bewegungen (F.I.M.E.M.)

Ljungskile, le 27 Juli 2018

  • darunter ungefaehr 50 deutschsprachige TeilnehmerInnen

 

Frauenvolksbegehren – jetzt unterschreiben

Der Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip zur Gleichstellung von Frauen und Männern wurde im April abgeschafft. Begründung: der Inhalt sei obsolet und es wäre eine administrative Entlastung von Schulleitungen. Ein Grund mehr das Frauenvolkbegehren zu unterschreiben und damit ein Zeichen dafür zu setzen, dass Einsatz für Frauenrechte nach wie vor dringend notwendig ist!!!