DIE FIMEM ZUR LAGE IN MEXIKO

SONNTAG, 19. Juni in Asuncion Nochixtlan, Oaxaca, wurden 8 LehrerInnen, die gegen die Schulpolitik der mexikanischen Regierung protestierten und die Autobahn Oaxaca-Mexiko besetzten von der Bundespolizei getötet und mehr als 100 wurden verletzt.

DIE FIMEM, die Internationale Vereinigung der Freinet Bewegung, eine Gruppierung von ErzieherInnen und LehrerInnen auf der ganzen Welt, ist tief von den Ereignissen erschüttert, die den LehrerInnen und der Bevölkerungung in Oaxaca widerfahren sind, und unterstützt ihr legitimes Recht, ihre Ablehnung gegen die neoliberale Bildungspolitik öffentlich zum Ausdruck zu bringen, in einem Land, das vorgibt, „demokratisch“ zu sein.
Wir fordern von der mexikanischen Regierung, eine wirksame Untersuchung durchzuführen, um die verantwortlichen Täter dieser Verbrechen vor Gericht zu stellen.
Wir übermitteln den Mitgliedern des MMEM und MEPA, den mexikanischen Freinet-Bewegungen, die mit der FIMEM verbundenen sind und der gewerkschaftliche Vereinigung der mexikanischen LehrerInnen unsere volle Unterstützung und Solidarität .

Wir sind sicher, dass die mexikanischen LehrerInnen nicht nur für bessere Bezahlung kämpfen oder dafür, ihre Privilegien zu behalten, sondern für Würde, Gleichheit, den Zugang zu inklusiver Bildung für alle, für eine demokratische, säkulare Bildung, gegen alle neoliberalen Politiken, die versuchen, Ressourcen für die öffentlichen Bildung in die Privatisierung abzuziehen.

FIMEM CA 25. Juni 2016

# amerlinghausbleibt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!
Sehr geehrter Herr Stadtschulratspräsident Czernohorszky!

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren. Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Auch wir von der Freinetgruppe Wien sind eine der Initiativen, die sich regelmäßig seit 7 Jahren im Amerlinghaus trifft. Unsere Treffen besuchen PädagogInnen aus Wiener Pflichtschulen, die nach den reformpädagogischen Ideen von Celestin und Elise Freinet arbeiten. Gemeinsam reflektieren wir über unseren Arbeitsalltag, tauschen pädagogische Ideen und Methoden aus; in unserer Arbeit in der Schule ist uns die Demokratie in der Klasse ein großes Anliegen (https://freinetgruppewien.wordpress.com/).

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.
Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die GESIBA aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss.
Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Wanda Grünwald, Eva Neureiter und Gabriele Starkl
für die Freinetgruppe Wien

Freinet-Flash: Aktionswoche anlässlich Freinets Geburtstag

Mit dieser Aktionswoche möchten wir den 120.Geburtstag Célestin Freinets feiern!

Jede Freinetpädagogin und jeder Freinetpädagoge weltweit kann in der Woche vom 10. – 16. Oktober im eigenen Umfeld in die Öffentlichkeit gehen und mit ihrer/seiner Lerngruppe die lebendige Freinetpädagogik präsentieren.

Verlassen wir die Übungsräume und zeigen wir uns und unsere Pädagogik in Ausstellungen, Lesungen, Werken, Texten, Artikeln, Fotos … laden wir Menschen der lokalen Presse oder Medien ein, Bildungsexpertinnen und -experten oder interessierte Mitmenschen.

Die entstandenen Aktionen möchten wir hier auf diesem Blog dokumentieren. Also schickt uns bitte Bilder, Berichte, Artikel von euren Aktivitäten in der Aktionswoche!

Wir freuen uns auf viele Emails an freinet.central@gmx.at!

Einen ausführlicheren Text zum Weitergeben an andere Pädagoginnen findet ihr hier:

FreinetflashTextEndfassung

Weiters gibt es den Text nun auch in Englisch und Französisch:

freinetflash english   freinet flash französisch

…und ein Plakat in 2 Varianten:

Verlasst die Klassenzimmer 2.Verlasst die Klassenzimmer black and grey

 

Juni-Stammtisch mit Planung für 2016/17

Unser letzter Stammtisch in diesem Schuljahr findet am Donnerstag, den 9.6.2016 statt. Wir treffen uns um 19 Uhr in der Pizzeria „La Gondola“ (Neustiftgasse, nahe dem Amerlinghaus, schräg vis-a-vis dem alten PI) um das Jahr ausklingen zu lassen und Pläne für das kommende Stammtisch-Schuljahr zu machen.

Angenehme und möglichst stressfreie letzte Schulwochen!

Schulreform ohne Ende – und wo bleiben die Lehrer_innen?

Schulreform ohne Ende – und wo bleiben die Lehrer_innen?

Lehrer_innen sehen sich derzeit an öffentlichen Schulen mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen u.a. ihre Spaltung, Hierarchisierung und Prekarisierung infolge unterschiedlicher Dienstverträge und Besoldungssysteme; die Anforderungen der Individualisierung und Differenzierung vor dem Hintergrund zunehmend standardisierter Testungen und zu großer Klassen; die hohe Anzahl „mehrsprachiger“ Schüler_innen bei gleichzeitiger Beibehaltung „monolingualer“ Organisations- und Kommunikationsstrukturen sowie das Fehlen einer demokratisch, transparenten Schul- und Reflexionskultur.

Besonders die Vereinzelung von Lehrer_innen erschwert ein kollektives (Selbst)Reflektieren von Lehr- und Lernverhältnissen in gegenwärtig neoliberalen Migrationsgesellschaften. Mit der Veranstaltung möchten wir diesen Trend durchbrechen und alle Lehrer_innen und schulpolitisch Interessierten dazu einladen, gemeinsam über derzeitige schulische Entwicklungen, Widersprüche und Erfahrungen nachzudenken, um kurz- und längerfristige Strategien für eine Demokratisierung des Schulsystems auszuloten.

Die Veranstaltung ist am 15. Juni um 19 Uhr im W23 (Wipplingerstraße 23) (siehe auch https://queer.raw.at/), 2 Frauen der freinetgruppe wien werde mitdiskutieren/ bzw. eine Frau ist auch Mitveranstalterin des Abends.

Für eine Fairteilung von Bildungschancen

Bildung wird vererbt und die Schule gleicht diesen Umstand nicht aus. Um dies zu ändern braucht es eine transparente und gerechte Schulfinanzierung auf Basis eines Chancen-Index. Damit an jeder Schule jedes Kind zum Bildungsziel begleitet werden kann, braucht es eine Ressourcenzuteilung, die an die Anforderungen angepasst ist. Punktgenaue Ausstattung statt eine Verteilung mit der Gießkanne. Mehr dazu im Beitrag  „Chancen-Index für eine Fairteilung von Bildungschancen“ den Vucko Schüchner gemeinsam mit Philipp Schnell geschrieben hat.

Schaut euch das an!

für eine Fairteilung von Bildungschancen

Outdoor Stammtisch im Mai

Zu unserem Outdoor-Termin war es leider regnerisch, wir haben uns trotzdem mit Clemens getroffen und 2 1/2 interessante Outdoor-Stunden verbracht. Ein paar Eindrücke gibt es zu sehen. Wir möchtes auch nächste Jahr ein Outdoor-Treffen machen und hoffen auf besseres Wetter.

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Danke, für die vielen guten und praxisnahen Ideen, lieber Clemens!