Es geht los: Anmeldung zur Fachtagung Freinetpädagogik 2023 startet!!

Es geht los: Anmeldung zur Fachtagung Freinetpädagogik 2023 startet!!

Die Anmeldung zur Fachtagung 2023, die Babel für uns in Kärnten organisiert, kann beginnen!

Alle Infos zur Anmeldung findest du unter:

https://www.kooperative-freinet.at/fachtagung-2023/

Hier die Daten:

Alle Wiener Lehrer:innen sollten sich schnell über die PH Kärnten inskribieren, da wir einen Dienstreiseauftrag stellen können- und somit Reisekosten und Quartierkosten zurück bekommen werden. Außerdem ist die PH Kärnten etwas kompliziert- bitte meldet euch schnell an, damit sie die Veranstaltung nicht aus Teilnehmer:innenmanegel absagen ;-)!

Für alle Zugreisenden organisiere ich gerne wieder eine gemeinsame Anreise am Freitag, 31.3.2023!

Freue mich auf das Treffen in Velden/ Kärnten!

Lg Eva

RIDEF 2022 in Marokko

4 Wiener Freinetpädagoginnen vertraten Österreich vom 22.-31. Juli am RIDEF 2022 in Agadir/ Marokko.

Bei diesem RIDEF trafen sich rund 150 Pädagog:innen aus der ganzen Welt zu einem Kongress.

https://ridef.one/en/

Hier einige Eindrücke:

Das RIDEF war von großen Diskussionen uns Schwierigkeiten rund um das Organisationsteam geprägt. Trotzdem war es eine großartige Gelegenheit mit über 150 Pädagog:innen aus vielen Ländern der Erde zu arbeiten und sich auszutauschen.

Wir werden am Stammtisch im Oktober (13.10.2022, 19h Amerlinghaus) vom RIDEF berichten!

Archiv der österreichischen Freinetbewegung

Archiv der österreichischen Freinetbewegung

Werbeeinschaltung in eigener Sache:

In der Zwangspause waren wir nicht untätig! In der Stadtteilschule 1060 Wien, Mittelgasse 24 ist durch Räumen, Schlichten, Putzen, Sortieren etc. ein Archiv der Freinetbewegung Österreichs entstanden. Dieses möchten wir euch besonders ans Herz legen – zum Lesen, Kopieren und/oder Schmöckern in neuen und alten Texten.

Es gibt dort Bücher zur Freinetpädagogik, Zeitschriften aus aller Welt, Zeitungen der Yspertaler Sommerateliers, Zeitungen der ehemaligen Ostertreffen und vieles anderes mehr! Ihr könnt dort lesen, fotokopieren und in Erinnerungen an analoge Zeiten schwelgen.

Es ist noch genug Platz, das Archiv aufzufüllen. Wir freuen uns über interessante Bücher, Texte und Materialien. Auch Schüler:innenarbeiten und Arbeiten aus euren Klassen sind willkommen.

Kontakt:

Dipl. Päd. Claudia Astner in der Stadtteilschule, 1060 Wien, Mittelgasse 24

+43 (1) 597 67 21

Lasst Kinder gemeinsam lernen!

Wir möchten euch auf folgende Petition hinweisen:

Lasst Kinder gemeinsam lernen!- Initiative gegen Deutschförderklassen

https://mein.aufstehn.at/petitions/initiative-gegen-deutschforderklassen

Sogenannte Deutschförderklassen grenzen Kinder aus, statt sie zu fördern. Pädagog*innen und Schulleiter*innen wissen das, aber machen ihre Kritik daran aus Angst vor Konsequenzen nicht öffentlich. Darum bieten wir hier besonders Lehrpersonen – aber auch allen anderen an der Bildung unserer Kinder interessierten Menschen – die Chance, mit ihrer Unterschrift ein Zeichen zu setzen.

Wir sind Lehrpersonen und Schulleiter*innen, die anonym bleiben möchten, aber auch Netzwerk SprachenRechte (http://sprachenrechte.at/), Heidi Schrodt (ehem. Lehrerin&Schuldirektorin), Daniel Landau (Lehrer&Bildungsaktivist), und Hannes Schweiger (ehem. Lehrer&DaF/DaZ-Didaktiker).

Wir fordern, dass Deutschförderklassen durch ein schulautonom adaptierbares Modell ersetzt wird.

Wir fordern ein Modell der inklusiven, kindgerechten und nachhaltigen Deutschförderung in einer mehrsprachig ausgerichteten Schule.

Wir fordern die Einbeziehung der Expertise und Erfahrungen von Schüler*innen, Eltern, Wissenschaftler*innen, Schulleiter*innen, und Pädagog*innen.

Wir fordern kleinere Schüler*innengruppen und mehr Lehrpersonen, um individuelles Lernen wirklich gewährleisten zu können.

Wir fordern mehrsprachige Sprachförderung als Schwerpunkt in der Lehrer*innen-Aus- und fortbildung.

Wir fordern: Lasst Kinder gemeinsam lernen!

Bildung Grenzenlos: Bildungsungleichheit und Diversität in Zeiten der Coronakrise

Wir möchten euch auf folgende Veranstaltungen und eine Petition hinweisen:

Liebe Bildungsinteressierte,
  wie schon vor den vergangenen Wiener Wahlen werden wir auch heuer wieder eine Podiumsdiskussion mit den Bildungssprecher*innen der im Gemeinderat vertretenen Parteien durchführen.

Auf Grund der allseits bekannten Umstände wird diese Veranstaltung aber nicht mit Publikum stattfinden, sondern am 29.9. aufgezeichnet und danach online gestellt werden. Geplant ist auch, dass der TV-Stadtsender W 24 eine Aufzeichnung ins Programm nimmt.

Falls Sie Fragen an die Politiker*innen haben, ersuchen wir Sie, diese möglichst bald per Mail an uns zu schicken (kontakt@bildunggrenzenlos.at). Wir werden sie dann zusammenfassen und an die Bildungssprecher*innen richten.

Weiters möchten wir Sie auf diese Online-Veranstaltung hinweisen:

Bildungsungleichheit und Diversität in Zeiten der Coronakrise

6.10.2020, 17:00 – 19:00 (Check-In ab 16:45 über diesen Zoom-Link: https://swiy.io/ungleichheit

Im Rahmen dieser Veranstaltung kommen Schüler*innen zu Wort, weiters gibt es Inputs von Inci Dirim („Schlechterstellung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund im österreichischen Bildungssystem?“) und Marko Lüftenegger (Lernen unter Covid-19-Bedingungen) sowie eine daran anschließende Podiumsdiskussion.

Schließlich noch ein Hinweis auf eine Online-Petitionhttps://mein.aufstehn.at/petitions/initiative-gegen-deutschforderklassen


Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Erwin Greiner für Bildung Grenzenlos

https://mailchi.mp/cd1af4240f01/wien-wahl-ihr-input-ist-gefragt-veranstaltungshinweise?e=538423442f

Schriftstellerin Streeruwitz: „Staat und Wirtschaft sind durch Corona andere geworden“

Marlene Streeruwitz hat einen Artikel im Standard geschrieben, den wollen wir euch gerne empfehlen. Hier ein Ausschnitt daraus, im Anhang der Link zum ganzen Artikel.

„Die Hausaufgaben sind in der Notengebung ein Regierungsinstrument. Nicht nur der Schultag soll in die vollkommen sinnlosen 50 Minutenportionen zerschnitten sein. Auch die Freizeit muss besetzt bleiben. Arbeitsweltliche Disziplinierung ist das. Vertiefung des Wissens wird das genannt. Auslieferung an die gottgewollten und unveränderbaren Umstände könnten wir das nennen.

Wieder wird über die Eltern festgelegt, wo das Kind dann mit den Noten stehen wird. Wer kann das Kind unterstützen? Wer nicht? Wer hat Zeit? Wer kann das nicht? Mit den Noten stellt der Staat sich mitten in die Familie hinein. Und. Der Staat spiegelt die gottgewollte Unveränderbarkeit des Stands an die Familie zurück. „Es sind doch nur Noten“, sagt die Frau bei der Diskussion nach der Lesung. „Das haben wir doch alle durchgemacht.“

Die Frage der Hausaufgaben. Sie hat durch die Corona-Krise eine besondere Brisanz bekommen. So, wie es hierzulande selbstverständlich ist, über die Freizeit von Schülern und Schülerinnen zu verfügen. So wird das Homeoffice behandelt werden. Und wieder wird sich auswirken, wie diese Verfügung über die Person in den frühen Phasen der Schulzeit gehandhabt worden ist.

Wir haben da nicht nur gelernt, dass wir in Texten als Person nicht vorkommen. Wir haben auch gelernt, dass unsere Zeit der Schule gehört. Dass die Schule unsere Zeit zerteilt. Dass die Schule uns 15 Minuten für das Essen einräumt. Dass wir besser nur in den Pausen aufs Klo gehen sollten. Dass wir uns nur zu Wort melden sollen, wenn wir etwas wissen, und nicht die Zeit des Unterrichts mit dummen Fragen verschwenden sollen. Dass unser Widerstand aber über Fragen zu Stundenverkürzung führen kann. Viel Kraft und Erfindungsgeist musste auf das Erträglichmachen des Regimes aufgewendet werden.

Wie wird diese schulische Kultur uns behindern, wenn es um das Homeoffice gehen wird. Wenn die Verantwortung der Zeiteinteilung und des Kraftaufwands an die Person übergeben wird. Hierorts. Wir sind Personen, die daran gewöhnt wurden, regiert zu werden. Wir sind Personen, denen die Zeit eingeteilt worden war. Denen die Hausaufgaben zugeteilt worden sind. Und. Die für die Erledigung dieser Hausaufgaben beurteilt wurden.

Weil das Kind zu einem brauchbaren Staatsbürger erzogen werden sollte. Weil die Normen der frühen Industrialisierung für die Organisation der Schule ausschlaggebend gewesen waren. Weil die Schulen zu Beginn in den Händen der katholischen Kirche lagen. Weil die Schulen die Erziehung zum Soldaten zum Vorbild hatten. Weil es sich um eine Militarisierung der Leben handelte, die gar nicht so undeutlich immer noch zu erkennen ist.

Nur das Ergebnis wird bezahlt

Deshalb wird das Homeoffice zur Wiederauflage der Protoindustrialisierung werden. Hierzulande. Es wird am Ende nur das Ergebnis bezahlt werden. Das Produkt dieser Heimarbeit. So wie das mit den Hausaufgaben gelernt worden war, wird „Die Wirtschaft“ dazu übergehen, nur das jeweilige Ergebnis zu bezahlen. Faktoren wie Arbeitszeit. Gesundheit. Sicherheit am Arbeitsplatz. Besteuerung. Urlaub. Freizeit. Kinderbetreuung. Sorgearbeit. Selbst die neoliberalerweise so geschätzte Work-Life-Balance wird aus dem Gleichgewicht geraten.

Es wird der einzelnen Person überlassen werden, wie sie zu dem verlangten und zu bezahlenden Ergebnis kommen wird. Die schon gegebenen Umstände der Person werden einmal mehr festgeschrieben und bestimmen ihren Wert. Der gottgewollte Platz des Ständischen. Die gewollte soziale Immobilität des Kirchlichen. Die Fesselung in den Zufall der Geburt des Nationalistischen. Mit einem deregulierten Homeoffice als Normalfall des Arbeitsplatzes.

Wir sind zurück auf Punkt eins cisleithanischer Frühaufklärung. Und die Predigten des Kanzlers werden das in erprobter Weise als naturhaftes Ereignis einer nicht mehr erwähnt werden müssenden Vorsehung vermitteln. Der Kanzler selbst kommt ja in seinen Texten nicht vor. Er hat den Pluralis Majestatis als Ich-Krücke zur Erfüllung seiner Sendung zu Verfügung.„

https://www.derstandard.at/story/2000118181751/schriftstellerin-streeruwitzstaat-und-wirtschaft-sind-durch-corona-andere-geworden

Lernen und Lehren in Zeiten der Ausgangseinschränkungen 2020

Der herkömmliche Schulbetrieb geht davon aus, dass Aufträge genügen: die Lehrperson schafft an was zu lesen, schreiben, lernen sei und die Kinder lesen, schreiben, lernen.

In der herkömmlichen Schule wird selbstorganisiertes Lernen nicht vermittelt. Lehrer*innen geben nach einem vorgegebenen Lehrplan den zu lernenden Stoff vor und die Termine an denen dieser Stoff abgeprüft wird. Die kurzfristigen Konsequenzen für die Schüler*innen bei Nichterfüllen dieses Prozesses – den Lehrstoffes vorgetragen zu bekommen, die zugeteilten Aufgaben zu erledigen und das Faktenwissen bei den Prüfungsterminen zu reproduzieren – sind im Laufe des Schuljahres bessere oder schlechtere Noten. Langfristig bedeuten ein Versagen oder Verweigern bei dieser Art des Unterrichts den Schullaufbahnabbruch, demotivierte Menschen, Angst vor geistiger Anstrengung im weiteren Leben.

Dann kommt so ein Virus daher, die Schulen werden geschlossen und das Bildungsministerium verordnet E-Learning.

Die eine oder andere (Allgemeinbildende Höhere) Schule, die eine oder andere (Oberstufen-)Lehrer*in, mögen darauf vorbereitet gewesen sein, die meisten wahrscheinlich nicht. Erfahrungen mit dem Lehrbetrieb an den Universitäten zeigen, dass sogar Studierende damit überfordert sind, mit den Texten in den diversen Moodle-Plattformen und mit den Webinaren auf Jitsi und BlueButton zurechtzukommen.

Und die Pflichtschüler*innen? Weiterlesen

Einige Infos zur Situation an den Schulen…

Wenn ihr euch informieren wollt, dann könnt ihr hier nachlesen…

Infos aus dem Ministerium:

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/corona_info.html

Infos der unabhängigen Personalvertretung:

österreichweit, alle Schulen: https://www.oeliug.at/2020/03/12/hinweise-zu-corona-ma%C3%9Fnahmen-in-den-schulen/

wiener Pflichtschulen: http://www.apflug.at/

Bleibt gesund! Bis bald einmal 🙂

Inge und Eva