Manifest gegen den Qualitäts-Abbau in der öffentlichen Erziehung durch den weltweiten Neoliberalismus

Die TeilnehmerInnen der letzten Evaluations-Sitzung der FIMEM verabschiedeten einstimmig folgende Erklärung, die von allen teilnehmenden Bewegungen der FIMEM unterstützt wurde. Ähnliche Erklärungen – bezogen auf die Verschlechterungen in ihren eigenen Schulsystemen – sollen an die Regierungen ihrer Länder geschickt und in ihren Diskussionsforen und Kommunikationsnetzen verbreitet werden:

« Die 400 Personen, die in der Internationalen Begegnung der Freinet-PädagogInnen (RIDEF) in der Stadt León vom 23.7. bis zum 1.8. 2012 versammelt waren und die aus über 30 Ländern kamen, möchten gegenüber den Verantwortlichen in Erziehung,  Politik und im öffentlichen Leben  öffentlich protestieren gegen den brutalen Wandel des Erziehungssystems in Spanien, nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ideologischer Hinsicht :

  • ·die fortgesetzten Streichungen im Erziehungsbudget
  • ·die Reduzierung der Anzahl der LehrerInnen-Stellen Weiterlesen

Februar-Stammtisch: Wochenpläne versus Freiarbeit- wie viel „frei“ geht sich aus?

Beim Stammtisch im Februar wird es um Gestaltung von Freiarbeit in der Praxis gehen. Wie geht es uns mit dem Anspruch, dass die Kinder frei arbeiten können, in der öffentlichen Schule?

Wir freuen uns, wenn du dabei bist!
Donnerstag, 2.Februar, 19.00 Amerlinghaus; 1070, Stiftgasse 8, in einem Seminarraum im 1.Stock.

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Falko Peschel: Offener Unterricht und lernschwache Kinder. Wieviel Struktur braucht das Kind?
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Pädagogische Invarianten

Invariante Nr. 1: Das Kind ist von der gleichen Natur wie wir.

Invariante Nr. 2: Größer sein heißt nicht unbedingt auch, sich über den andern erhaben befinden.

Invariante Nr. 3: Das Benehmen eines Kindes in der Schule ist eine Funktion seines physiologischen, organischen und konstitutionellen Zustandes.

Invariante Nr. 4: Niemand – weder Kinder noch Erwachsene- lieben es von einer Autorität kommandiert zu werden. Weiterlesen

Brief der FIMEM zur Unterstützung der Freunde in Tunesien – deutsche Übersetzung

Lieber sich opfern als leben in der „Hölle der Unmöglichkeiten“!

In Tunesien werden wir Zeugen von Verzweiflungsakten, von Aufständen, die im Blut erstickt werden!

Es gibt unterdrückerische und mörderische Gewalttaten als Antwort auf die Demonstrationen einer Jugend, die erbittert ist über Zurückweisungen und Demütigungen, die ohne Zukunft und ohne Hoffnung aufwächst!

Die Gewalttätigkeiten auf der Straße sind wie ein Spiegel, der  den herrschenden Klassen vorgehalten wird. Sie sind despotisch, grausam, blind und korrupt.

Der Präsident ist geflohen… Eine politischer Übergang ist im Gang, lässt aber viele Fragen offen. Wohin geht die Reise in der Zukunft?

Wir, Freinet-Lehrer und – Lehrerinnen aus aller Welt, engagierte Weiterlesen

Brief der FIMEM zur Unterstützung der Freunde in Tunesien

Januar 2011

Lettre de soutien de la FIMEM aux amis tunisiens.

S’immoler plutôt que de vivre dans « L’ enfer de l’Impossible ».

En Tunisie, des actes désespérés, des émeutes réprimées dans le sang !

Violences répressives et meurtrières en réponse à des manifestations d’une jeunesse exacerbée, reniée, humiliée, sans devenir et sans espoir ! Weiterlesen

Die Fähigkeit zur Anpassung…

Die Fähigkeit zur Anpassung wird heute zu einem der Gebote unseres Unterrichts

In der Vergangenheit änderte sich die Welt im Rhythmus von Jahrhunderten. Was man die Kinder lehrte, war noch dreißig Jahre später gültig.

Das, was wir heute unterrichten, gilt vielleicht in zwei oder einem Jahr schon nicht mehr. (…)

Das ist die neue Realität. Folglich müssen wir uns heute weniger darum kümmern, den Kindern Begriffe, Prinzipien und Kenntnisse beizubringen; wir müssen sie vielmehr darauf vorbereiten, sich mit Geschicklichkeit und Intelligenz an die sich bewegende Welt, in der sie sich bald integrieren müssen, anzupassen. Wir müssen die gültigen Prozesse vorbereiten, um diese Anpassungsfähigkeiten vorzubereiten.

aus: Elise Freinet: Erziehung ohne Zwang,

Klett/Cotta 1997 (2. Auflage), Seite 167f

Adler steigen keine Treppen

Der Pädagoge hatte seine Methoden aufs genauste ausgearbeitet; er hatte – so sagte er – ganz wissenschaftlich die Treppe gebaut, die zu den verschiedenen Etagen des Wissens führt; mit vielen Versuchen hatte er die Höhe der Stufen ermittelt, um sie der normalen Leistungsfähigkeit kindlicher Beine anzupassen; da und dort hatte er einen Treppenabsatz zum Atemholen eingebaut und an einem bequemen Geländer konnten die Anfänger sich festhalten.

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