Stammtische Termine 2018/2019

Wir planen für folgende Donnerstage wieder Stammtische, jeweils um 19h im Amerlinghaus (7., Stiftgasse):

Donnerstag, 11.Oktober 2018: Bericht über das RIDEF in Schweden (Juli 2018), Planung für die Fachtagung Freinetpädagogik 2019

Donnerstag, 8. November 2018: Film schauen: KORZCAK (1990, Andrzej Wajda)

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Donnerstag 10. Jänner 2019: Workshop mit IG DazDaf-Basisbildung: „Herrschaft durch Wertesysteme- Ich bin Deutschlehrende und keine Wertepolizistin“

Donnerstag 14. Februar 2019: Gaby Bogdan (Personalvertretung, apfl) bei uns zu Gast: Was ändert sich mit der „Bildungsdirektion“ ab 2019?

Donnerstag, 14. März 2019: Verlasst die Übungsräume: wir sammeln Lehrausgangsziele im Raum Wien

Donnerstag, 9. Mai 2019

Donnerstag, 13. Juni: An diesem Stammtisch planen wir das kommende Schuljahr.

Ideen für die Stammtische: Vorgaben der Regierung und ihre Umsetzung (Deutschklassen),  Kreativer Abend, „Safer Internet“ und der Umgang mit digitalen Medien,….

Wir freuen uns auf diskussionsreiche Stammtisch-Abende!

 

 

 

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Stammtisch im März: FrauenLesbenMigrantinnenDemonstration zum internationalen FrauenKampfTag am 8.März 2018

Da unser nächster Stammtisch auf den 8. März fällt, gehen wir statt uns im Amerlinghaus zu treffen zur FrauenLesbenMigrantinnenDemonstration.

Treffpunkt: 17 Uhr Schwedenplatz, Demobeginn: 18 Uhr
Packt Lärm-, Krawall- oder Musikinstrumente ein und kommt mit Mut, Wut und Entschlossenheit!
*Aufruftext zur FrauenLesbenMigrantinnenDemo am 8. März*:
Der 8. März ist als internationaler Frauenkampftag ein Fixtermin im feministischen Kalender. Die Idee eines internationalen Frauentages entstand aus den Kämpfen der sozialistischen Frauenbewegung, wo es vor allem die Proletarierinnen waren, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine Änderung des Systems einsetzten.
Ein Meilenstein des 20. Jahrhunderts war das 1918 durchgesetzte allgemeine und gleiche Wahlrecht für Frauen, das – wie auch die Fristenlösung (1975), die Abschaffung des Familienoberhauptes (1978), die Gründung des ersten österreichischen Frauenhauses (1978), die Aufnahme von Vergewaltigung in der Ehe als Strafbestand (1989), die Abschaffung des Staates als den automatischen Amtsvormund von Kindern unverheirateter Frauen (1989) und vieler weiterer Errungenschaften – von Frauen für Frauen hart und lange erkämpft worden ist.

Die Kraft solidarischer Frauenbewegungen ist in einer Zeit, die von politischem Rechtsruck, antifeministischem Backlash und militärischer Aufrüstung geprägt ist, besonders wichtig.
Die rechtsextreme, konservative FPÖVP-Koalition mit deutschnationalen Burschenschaften erkennen wir nicht an!
In ihrem Regierungsprogramm wird die „Verschiedenheit von Mann und Frau“ als „Bestandteil menschlichen Lebens und damit unantastbar mit der Würde des Menschen verbunden“ definiert und festgeschrieben. Dies bedeutet unter anderem, dass vielfältige Lebensentwürfe jenseits des heteronormativen Familienmodells nicht anerkannt werden.

Die erkämpfte Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruches, der nachwievor nicht straffrei, aber durch die Fristenlösung bis zum 3. Monat (noch) legal ist, ist mehr denn je in Gefahr. Im Regierungsprogramm kommen Frauen in erster Linie als Mütter vor. Alleine die Tatsache der Ernennung der katholischen Hardlinerin und radikalen Abtreibungsgegnerin Gudrun Kugler zur ÖVP-Sprecherin für Menschenrechte ist ein Schlag in das Selbstbestimmungsrecht jeder Frau. Die Gebärmutter als – von Norbert Hofer so bezeichneten – „Ort der höchsten Sterbewahrscheinlichkeit in Österreich“ ist Ausdruck der grundlegenden Frauenverachtung der FPÖ.

Von vermeintlichen Unterstützungen, wie dem „Familienbonus“, profitieren Familien erst ab einem Haushaltseinkommen von 3.000 Euro, wodurch diese „Unterstützung“ nicht nur für Alleinerzieherinnen, sondern auch für
Familien mit geringem Einkommen unerreichbar ist. Nur Wohlhabendere profitieren davon.
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Jänner-Stammtisch im PH MAKERLAB – Nachlese

Stempeldrucke Der Freie Ausdruck ist eine der Säulen der Freinetpädagogik. Die Herstellung von Stempeln ist eine Form des kreativen Ausdrucks. Am Donnerstag 8.1.2018 war die Freinetgruppe Wien im Rahmen ihres monatlichen Stammtisches zu Gast im PH MAKERLAB. Mit dem Lasergravierer wurden Stempel für die Klassenarbeit produziert. So entstanden unterschiedliche individuell geprägte Stempel für die Signation und Feedback in Heften der SchülerInnen.

Stammtisch Jänner: Mieze Medusa

sam_5946Am kommenden Donnerstag, Do., 12. Jänner 2017, treffen wir uns um 19 Uhr zum Jänner-Stammtisch mit einem Workshop mit Mieze Medusa. Wir möchten gerne Poetry-Slammen lernen.

> Anmeldung unbedingt erforderlich!

 

Wir hatten einen spannenden Abend! Von den TeulnehmerInnen gibt es einige Textbeispiele und zwei pädagogische Eindrücke.

Das war Mieze (von Ilka):

OJE

Oje Spinat,

Oje, alles überall

Oje blau

Oje, ha!

Nachgefragt: ergibt es türkis:

Meine Lichtmaschine ist überall

 

5 Wörter -1 ½ Minuten

fieberhaft arbeiten

fieberhaft denken

fieberhaft…..

Ich hab Fieber

Horizont

Horizon war mein zweites Auto

Horizontal

Horror

Am Horizont verschwindet…..alles

R

au

ch

p

aus

e

Ich brauch keine Rauchpause!

Der Tag war Katzenkacke.

Das Gespräch war Katzenkacke.

Zuhause im Katzenklo ist auch……

….und dann

sehe ich den Mond?

den Mind?

den Mand?

Ich hab es eilig (von Inge)

Ich habe es eilig. Ich habe es eilig! Eilig! Fieberhaft habe ich gesucht und gesucht. Wahnsinn, gestern hatte ich sie noch, meine Schuhe. Wo sind sie hingekommen? Ich habe sie ausgezogen und jetzt weiß ich nicht mehr wo. Ich habe es eilig. Fieberhaft suchen ist ein schrecklicher Zustand: heiß im Kopf, klamm in den Finger, eingeschränkt im Gesichtsfeld. Der Horizont ist verschoben, er kippt oder kippe ich? Dort, weit weg ist die scheinbare Linie, aber dahinter ist weites Land und ein neuer Horizont und Meer und noch mehr Meer und noch mehr Land. Und stetig entfernt er sich von mir. Pause machen in der Suche. Eine Rauchpause rettet mich jetzt. Zu mir kommen, nur an mich denken, nicht in die Ferne schauen, sondern ganz bei mir sein, in der Mitte sein, zentriert sein, die Gedanken bündeln. Rauchpause. Rauch einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen, ein-at-men? Ein-at-men … Es stinkt. Es stinkt gewaltig. Es stinkt nach Katzenkacke. Katzenkacke stinkt, und wie! Die Katzenkacke ärgert mich. Schon wieder was, was frau wegräumen muss. Du blöde Katze kack’ ins Kisterl! Mittlerweile ist der Mond aufgegangen und ich jage die Katze hinaus. Sie soll draußem kacken und miauen und Mäuse fangen. Meine Schuhe hat sie wohl auch verschleppt bis hinter den Horizont. Da kann ich noch so fieberhaft suchen.

(Die fünf fett gedruckten Wörter sind (in der Reihenfolge des Erscheinens im Text) erst unmittelbar nach dem vorherigen Wort aufgedeckt worden. Nach der Nennung eines Wortes waren 1 ½ Minuten Zeit, das genannte Wort schreibend in einen Text einzubauen. Insgesamt wurde der Text in gestoppten sieben Minuten geschrieben; beim Abtippen habe ich ihn geringfügig verändert.)

von Martina:

Der Spinat wird gezwungen im Teller zu liegen,
obwohl die anderen irgendwohin fliegen.
Gran Canaria mit der Frau vom Klaus…
Ha! Scheiße sieht anders aus…
Oja, der Spinat wird gezwungen im Teller zu liegen,
obwohl die anderen irgendwohin fliegen.
Petra Fällt der Motor aus…
Nein, Sonnenschein sieht anders aus…
Der Spinat wird gezwungen im Teller zu liegen,
obwohl die anderen irgendwohin fliegen.

Fieberhaft wird im Geschäft
gestanden und er-
standen wir nicht im Geschäft,
fiebern dem entkommen entgegen.
Fieber bekommen hingegen
bringen das Geschäft zum Erliegen.
Horizont könnt näher sein
Horizont könnt grüner sein
Horizont am Meer
Horizont am Strand
Horizont auf der Mahü?
Rauchpause, Blaupause,
Brettljause, zu Hause, Brause
sauschön
Katzenkacke putz ich hinterher
Warum fällt der Katze Klo-gehen so schwer?
Statt dem Schnee find sie den Teppich so schä?
Mond heute voll
Mond morgen weniger
Mond und so weiter
Mond bald leer
Mond wird wieder mehr
-fieberhaft hin oder her

Pädagogische Eindrücke

Gute Stilmittel sind (Mitschrift von Miezes Kommentaren):

  • Fragen im Text
  • Befehlsformen
  • Wörter mit gleichem Anlaut
  • Am Ende wieder den Anfang dazunehmen
  • Oft ist es gut, die letzt geschriebene Zeile wieder wegzunehmen
  • Alltagsphrasen
  • Reime nicht betonen
  • Listenreim
  • Wiederholungen
  • ein Wort verändern
  • Pause nicht beim Punkt setzen (Z.B. immer nach dem fünften Wort)
  • Redepausen
  • Satz nicht beenden
  • ungewöhnliche Grammatikformen
  • Grammatik falsch verwenden

Wenn einem nichts einfällt:

  • Wörter aus dem Wörterbuch abschreiben
  • Vor sich hinschreiben, mindestens bla, bla,bla
  • Papierrollen
  • für einen Menschen oder einen Gegenstand schreiben 

    von Ilka

 

Poetry Slam Workshop mit Mietze Medusa am 12. Jänner 2017 im Amerlinghaus, Wien

Die MitgliederInnen der Freinet-Gruppe-Wien treffen sich monatlich zu kleinen, aber feinen selbstorganisierten Events. Vor Weihnachten wurden kleine Büchlein gebastelt, beim Jännertreff haben wir uns neue Anregungen fürs Freie Schreiben geholt.

Mietze Medusa – wenn sie nicht so jung und agil wäre, müsste man sie Grand Dame des Poetry Slams in Österreich nennen – hat uns zum Schreiben gebracht. Sie hat uns das Gefühl gegeben, dass das, was wir geschrieben haben, gut und einzigartig ist, sie hat unsere Texte analysiert und uns ein paar dichterische und präsentatorische Tipps gegeben.

Schreiben, im Sinne von Text erstellen, im Sinne von Aussagen machen, im Sinne von Formulieren und Fabulieren ist einer der wesentlichen Prinzipien der Freinet-Pädagogik. In den Klassen, in denen die SchülerInnen gewöhnt sind, sich in verschiedenen Medien mündlich und schriftlich auszudrücken, mangelt es auch nicht an Schreibanlässen. Diese sind nicht von einem Lehrbuch, also von außen aufoktroyiert, sondern kommen aus der Erlebniswelt der Kinder. Schreiben ist ihnen ein Bedürfnis, eine Möglichkeit, sich mitzuteilen und/oder eine Möglichkeit nach innen zu schauen. Getextetes kann für die Öffentlichkeit bestimmt sein, dann sollten wir die Kinder ermutigen, ihre Texte auch vorzutragen; Texte der Kinder können aber auf Wunsch der Kinder auch privat bleiben.

Obwohl wir als Freinet LehrerInnen auf Seminaren, Ostertreffen etc. in Ateliers schon oft mit anregenden Techniken zur Inspiration und zur Kreativität getrieben worden sind – siehe die zahlreichen Zeitungen, die gefüllt sind mit Texten, Gedichten und Berichten, haben wir es genossen am letzten Stammtisch Mietze Medusa zu erleben.

Es ist – manchmal glaubt man es vorher einfach nicht – wirklich ein Erlebnis zu spüren, wie viele Wörter, Reime, Sätze und deren Kombination in einem/r Texter/in drinnen stecken.

von Inge

Dezember Stammtisch: einfache Bücher herstellen

bild-bucher2Beim Stammtisch am 15.12.2016 um 19.00 Uhr (Amerlinghaus, Stiftgasse) werden wir gemeinsam „Handwerken“: wir probieren verschiedene Möglichkeiten aus, einfache kleine Bücher herzustellen.

Bitte mitbringen: Schere, Lineal, Bleistift, Stifte (falls du deine Bücher auch mit Text/Bildern füllen willst.)

Du bist herzlich eingeladen mitzuwerken!

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Liebe Dagmar! Liebe Mit-WerkerInnen!

Es war ein produktiver und schöner Abend. Hier gibt es noch 2 Bilder von den Produkten: eines von einer Stammtischteilnehmerin und ein Foto von fertigen Werken der SchülerInnen, die mit den neuen Techniker beglückt wurden. dscn1981 img_1735

Stammtisch zum Thema: Kinder aus Flüchtlingsfamilien in der Schule

Donnerstag, 10. November, 19.00 Uhr im Amerlinghaus (1070, Stiftgasse 8)

Im November vor einem Jahr haben wir die Konferenz für Wiener Lehrer/innen zur aktuellen Flüchtlingssituation besucht.

Am 10. November treffen wir uns zum Austausch „ein Jahr danach“: Wie ist die Situation in unseren Schulen? Wie geht es uns in der Arbeit mit Kindern aus Kriegsgebieten? Wie ist in der Zusammenarbeit mit deren Eltern? Was funktioniert gut? Wo braucht es mehr Unterstützung?

Wir freuen uns auf eure Berichte!

Stammtische im Schuljahr 2016/17

Wir treffen einander auch dieses Schuljahr wieder jeden 2. Donnerstag im Monat (außer wenn Ferien!) um 19h im Amerlinghaus.
Dies sind unsere heurigen Treffen:

Do., 13. Oktober 2016: Geburtstagsfest für Celestin und Bericht RIDEF 2016 von Wanda
Do., 10. November 2016: Das Thema Flüchtlinge- und wie sieht es ein Jahr danach aus?
Do., 15. Dezember 2016: kleine Bücher binden
Do., 12. Jänner 2017: Poetry-Slammen lernen (Workshop mit Mieze Medusa) – > Anmeldung unbedingt erforderlich!
Do., 16., Februar 2017: Diskussion mit M. Sertl
März oder April 2017: Campusbesuch
Do., 11. Mai 2017: Outdoor
Do., 8. Juni 2017: Abschlussessen

Wir freuen uns auf viele MitdiskutantInnen!