Einladung zum Stammtisch mit Michael Sertl

3. Mai 2012 um 19.00 Uhr im Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8, 1. Stock

Wir werden zu folgenden Themenbereichen diskutieren:

– Welche konkreten Erfahrungen haben LehrerInnen mit Kindern aus sozial benachteiligten Milieus in offenen Unterrichtsformen?

– Was brauchen (oder bräuchten) solche Kinder, damit sie von offenen Settings profitieren können?

Wie muss Schule und Unterricht gestaltet sein, damit diese Kinder „zu Wort kommen“ können?

Wir sind um eine pädagogische Praxis bestrebt, die sich im Sinne Freinets auch auf eine „moderne“ Theorie stützt. Diese soll uns Rüstzeug sei, um den Kindern in unseren Klassen angemessen, das heißt ihnen entsprechend zu begegnen. Theorie und Praxis der „ecole moderne“ gilt es immer wieder und immer weiter zu entwickeln.

Letztes Jahr hatten wir einen Freinet-Stammtisch zum Thema: „Offener Unterricht bevorzugt einseitig Mittelschichtkinder“.

Wir möchten diese Diskussion heuer fortsetzen und konkretisieren und haben Michael Sertl wieder zu einem Stammtisch eingeladen.

Im Anschluss an seinen Artikel: „Wie reagiert die Schule auf die unterschiedliche Schichtzugehörigkeit der Kinder? Anmerkungen zu einigen soziologischen Voraussetzungen für das Lernen in der Grundschule“wollen wir versuchen, sozusagen Theorie und Praxis zusammenlaufen zu lassen.  (Der Artikel ist hier abrufbar.)

Wir freuen uns auf spannende und fruchtbare Beiträge

Freinet Gruppe Wien

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2 Kommentare zu “Einladung zum Stammtisch mit Michael Sertl

  1. Die Aussage, dass „Offener Unterricht“ einseitig Mittelschichtkinder bevorzugt ist zumindest für die Variante die Falko Peschel in seiner Dissertation: Offener Unterricht in der Evaluation, 2006 beschreibt nicht zutreffend. In Fallstudien zu den ’schwachen‘ Kindern seiner Klasse beschreibt er ausführlich deren Lernen und ihren Lernerfolg. In Kurzform ist das auch nachzulesen bei http://offener-unterricht.net/ou/start-offu.php?action=mikros3 und speziell zu lernschwachen Schülern bei http://offener-unterricht.net/ou/start-offu.php?action=forschung im Menü links zum anklicken.

    Wenn also die Diskussion fortgesetzt wird, wären das schöne Grundlagentexte. Bei Peschel im Band II: widmen sich Kapitel 16: Die Leistungsentwicklung der leistungsschwächer erscheinenden Kinder … (ab S. 667)und Kapitel 17 Die Leistungsentwicklung der nicht an der Regelschule beschulter erscheinenden Kinder im Offenen Unterricht – positive Entwicklung ‚wieder Erwarten‘ (ab S. 772) genau dieser Fragestellung.

    Jürgen

  2. Sertls Kritik ist zutreffend, ich habe ein halbes Jahr zugeschaut, wie mit dieser Methode Kinder gedemütigt werden. Die einen glänzten, die anderen weinten. (die weinenden sind jetzt alle in der Hauptschule)

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